Fachbegriffe Lexikon

A

Anlagenverluste

Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung (Abgasverlust), ggf. Speicherung (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung (Leitungsverlust durch ungedämmte bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe (Verluste durch mangelnde Regelung) bei der Wärmeerzeugung.

B

BAFA-Förderung

Neben erneuerbaren Energien fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung), Energiesparberatungen sowie Klima- und Kälteanlagen in Unternehmen.
Bei einer umfassenden Sanierung zum KfW-Effizienzhaus mit den KfW-Programmen 151 und 430 kann die BAFA-Förderung mit einer KfW-Förderung kombiniert werden.

Baubegleitung

Experten, die Sie bei Ihren Bau- oder Sanierungsvorhaben von Anfang an unterstützen:  von der Planung bis zur Abnahme der Objektes. Ein Baubegleiter begleitet Ihr Projekt durch Stichproben-Prüfungen in jeder Bauphase und spürt etwaige Mängel auf. Er sichert eine hohe Bauqualität, denn er schärft den Blick aller am Bau Beteiligten für Fehler und Abweichungen. Zusätzlich erhalten Sie eine detaillierte Dokumentation während jeder Bauphase.

D

Dampfsperre

Die Dampfsperre soll verhindern, dass die Dämmschicht unter Ihrem Dach feucht wird und Schimmelbildung einsetzt. Deshalb wird zwischen der "warmen" Innenseite und der Dämmung eine dicke Folie angebracht, die das Niederschlagen von Kondenswasser im Dämmmaterial verhindert. 

Dämmung

Wichtigste Methode der Energieeinsparung. Durch Dämmung wird die Transmission (Wärmeverlust durch Bauteile) herabgesetzt. Bei der Bauteildämmung genutzte Dämmstoffe werden nach ihrem Dämmwert, nach den Kosten, nach dem Energieaufwand bei der Herstellung und unter ökologischen Kriterien beurteilt bzw. unterschieden. Konventionelle Dämmstoffe sind Polystyrol, Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle) und Polyurethanschäume. Alternative Dämmstoffe sind Holzfaserplatten Kork, Zellulosefasern, Hanf, Flachs, Mineraldämmplatten u.v.m. Besonders im Bereich der Dachdämmung sollten neben ökologischen Gesichtspunkten aus Gründen der Behaglichkeit (sommerlicher Wärmeschutz!) auf Holzfaser- und/oder Zellulosedämmstoffe zurückgegriffen werden.

Dena (Deutsche Energie-Agentur) - Energieausweis

Nicht alle angebotenen Energieausweise sind EnEV-konform. Das Dena Gütesiegel bietet Eigentümern eine standardisierte Qualität.

Dena Gütesiegel Effizienzhaus

Das Gütesiegel Effizienzhaus der dena kennzeichnet Wohngebäude mit einem besonders niedrigen Energiebedarf. Um das Gütesiegel zu erhalten, muss der besonders niedrige Energiebedarf in einem von der dena entwickelten, qualitätsgesichertem Verfahren nachgewiesen werden.
Miet- und Kaufinteressenten, die ein energieeffizientes Haus suchen, erhalten mit dem dena-Gütesiegel eine verlässliche Entscheidungshilfe. Auch wird Bauherren und Sanierern mithilfe des Gütesiegels nach Abschluss der Bauarbeiten die energetische Qualität ihres Hauses bestätigt.

E

Emissionen

Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und -gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Beim Hausbrand sind dies im Wesentlichen CO2, SO2, NOX und Stäube.

Energieausweis

Der Energieausweis nimmt ein Gebäude genau unter die Lupe und bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dach und Heizung.  Mit dem Energieausausweis besteht die Möglichkeit, den Energiebedarf oder -verbrauch verschiedener Gebäude unkompliziert bundesweit miteinander zu vergleichen. Er weist die energetischen Mängel eines Hauses auf und zeigt, mit welchen wirtschaftlichen Maßnahmen seine Energiebilanz verbessert werden kann. Wird das Haus neu vermietet, verkauft oder verpachtet, ist ein Hauseigentümer verpflichtet, den Kauf- oder Mietinteressenten einen Energieausweis auf Nachfrage vorzuzeigen.

Energiebilanz

Das Aufzeigen der Energieströme (woher die Energie kommt und wohin sie geht) wird als Energiebilanz des Gebäudes bezeichnet. Dazu werden alle dem Gebäude in einem Jahr zugeführten Energiemengen und alle das Gebäude verlassende Energiemengen gegenübergestellt. In der Energiebilanz wird der rechnerische Endenergiebedarf festgelegt. Dieser Energiebedarf dient als Maßstab für die energetische Beurteilung des Gebäudes. Die aus der Energiebilanz resultierenden Ergebnisse sind Ausgangspunkt für weitere Berechnungen und Bewertungen zur Energieoptimierung.

Energiekennzahl
Vergleichsgröße zur Bezifferung des Energieverbrauchs bei Gebäuden. Hierunter wird die Energiemenge verstanden, die im Laufe eines Jahres für die Beheizung eines Quadratmeters Wohnfläche verbraucht wird. Bei Einfamilienhäusern liegt die Energiekennzahl zwischen 100 und 300 KWh/m², möglich sind Werte um 50 KWh/m² (Niedrigenergiehaus). Bei Mehrfamilienhäusern sind die Werte wegen günstigerem Volumen/Hüllflächen-Verhältnis um etwa 40 % niedriger.

Energiesparverordnung (EnEV)

Ein wesentliches Ziel dieser Verordnung ist, den Energieverbrauch von Neu- und Altbauten zu reduzieren. Die EnEV stellt dazu Anforderungen an den Wärmeschutz, an heizungs- und kältetechnische Anlagen, an Trinkwarmwasseranlagen und an den nicht erneuerbaren Anteil des Primärenergiebedarfs von Gebäuden.

Endenergie

Die Endenergie ist die berechnete Energiemenge, die benötigt wird, um das Gebäude entsprechend seiner Bestimmung nutzen zu können (Heizen, Lüften, Bereitstellung von Trinkwarmwasser, ggf. Kühlung). Der Endenergieverbrauch entspricht der eingekauften Energie des Gebäudenutzers.

F

Fördermittel

Modernisierungsmaßnahmen für Wohngebäude, technische Maßnahmen zur
Energieeinsparung und Schonung der Ressourcen werden von öffentlicher Hand
gefördert. Diese Förderungen (ca. 4000 Förderprogramme) können aus Zuschüssen oder zinsvergünstigten Krediten bestehen und werden bereitgestellt von:
-        Bund und Ländern (ca. 100 Förderprogramme)
-        Landkreisen, Städten, Gemeinden und
-        Energieversorgern

I

Interne Wärmegewinne

Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw. Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.

J

Jahresnutzungsgrad

Er sagt aus, wie stark die Heizanlage ausgelastet ist. Ein gut ausgelastetes System arbeitet wesentlich wirtschaftlicher. Schlechte Nutzungsgrade kommen durch Überdimensionierung zustande.

K

Klimaschutz

Bei der Verbrennung von Kohle, Gas oder Öl wird das Treibhausgas CO2 freigesetzt. Dieses Gas wird für die klimatischen Veränderungen mit verantwortlich gemacht. Ziel ist es deshalb diesen Ausstoß zu verringern.

kWh
KiloWattStunde, Einheit für Energie, Umrechnungsfaktoren:
-        1 Liter Heizöl = 10 kWh
-        1 m3 Erdgas = 8 bis 10 kWh
-        1 Liter Flüssiggas = 6 bis 7 kWh
-        1 kg Holzpellets = 5 kWh

L

Lüftung

Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.

 

Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 für Wohngebäude

Wenn im Bestand im Ein- und Mehrfamilienhaus mehr als ein Drittel der Fenster
ausgetauscht oder im Einfamilienhaus mehr als ein Drittel der Dachfläche neu
abgedichtet wird, ist für das gesamte Gebäude ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 zu erstellen.

N

Nutzenergie

Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erstellung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von
Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren solaren und inneren Wärmegewinne und des Trinkwasserbedarfs.

P

Passivhaus

Unter einem Passivhaus wird ein Gebäude verstanden, das aufgrund seiner guten Wärmedämmung in der Regel keine klassische Gebäudeheizung benötigt. Es definiert sich weiterhin durch Weiterhin ist ein Passivhaus durch Einhaltung bestimmter Grenzwerte im Bereich des Primärenergiebedarfs, der Luftdichtheit und der minimalen Wirkungsgrade.

Primärenergie

Die Primärenergie ist die Gesamtheit des Energiestroms einschließlich außerhalb des Gebäudes benötigter Energie (Endenergie und Umwandlung). Beim Primärenergiebedarf wird zusätzlich zum Endenergiebedarf die Gewinnung und Bereitstellung der verwendeten Energieträger berücksichtigt.

R

Regenerative Energien

Erneuerbare Energien benutzen die in der Umwelt vorhandenen und sich durch natürliche Vorgänge erneuernden Energieformen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Umweltwärme (Wärmepumpen), Sonnenenergie (Kollektoren), Erdwärme (aus tiefen Erdschichten), Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Wellenenergie.

S

Solare Wärmegewinne

Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.

T

Transmission

Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der Wärme abgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und wird durch den U-Wert angegeben.

U

U-Wert

Der Energiebedarf eines Gebäudes wird entscheidend durch die energetische Qualität seiner einzelnen Bauteile bestimmt. Der Wärmedurchgangskoeffizient (=U-Wert in W/m²K) gibt an, wie viel Heizenergie durch ein Bauteil bei unterschiedlich anliegenden Innen- und Außen-Temperaturen dringt:

Je geringer der U-Wert des Bauteils, desto höher (besser) ist die Dämmwirkung des Bauteiles.

Je geringer der U-Wert des Bauteils, desto höher ist die Oberflächentemperatur auf den Innenseiten des Bauteiles und desto geringer ist auch die Gefahr von Feuchteniederschlägen infolge von Kondensatbildung aus der Feuchtigkeit in der Raumluft.

W

Wärmebrücken

Wärmebrücken sind Punkte, Winkel und Flächen der Gebäudehülle, an denen gegenüber den übrigen Bauteilen erhöhte Transmissionen stattfinden. Mit dem Begriff Wärmebrücken werden alle Bauteile oder Bauteilzonen bezeichnet, durch die die Wärme stärker, bzw. schneller fließt als durch die benachbarten Bauteile / Bauteilzonen.
Wenn durch eine solche "Störung" in der Wärme übertragenden Gebäudehülle an einem "Punkt" die Wärme schneller vom Innenraum nach außen fließen kann als durch die umgebenen Bauteile, besteht die Gefahr von Tauwasserbildung. Dieses kann zur Schädigung dieses Bauteiles oder zur Schimmelbildung führen.

 

Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an Laibungen.

Autorisierter Qualitätssicherer
der IFB Hamburg

Kontakt:

Wohngesunde Energiekonzepte

Dipl.-Ing. (FH) Architektin Stefanie Bender

Lüllauer Straße 1
21266 Jesteburg

Telefon: 0 4183 - 5009 02

E-Mail: info@wohngesunde-energiekonzepte.com

Bürozeiten

Montag - Freitag

08:00 bis 17:00 Uhr
nach Vereinbarung

 

Bitte vereinbaren Sie Ihren individuellen Termin telefonisch oder per Mail mit uns.

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